Werden Sie Teil der Community of Practice Gendermedizin und -gesundheit!

Die CoP steht insbesondere Forschenden, Gesundheitsfachpersonen, Akteur:innen aus Bildungsinstitutionen und Berufsverbänden, Patient:innen und Entscheidungsträger:innen offen, die sich für die Auswirkungen der Dimensionen Geschlecht und Gender auf die Gesundheit interessieren und einen Beitrag leisten möchten, konkrete Lösungen zu entwickeln.
Die folgenden Arbeitsgruppen werden ihre Fragen beim nächsten Peer-to-Peer-Austausch bearbeiten:
Gruppe Intersektionalität – qualitative Forschung
Wie kann Intersektionalität systematisch in qualitative Forschungsdesigns integriert werden – von der Rekrutierung über die Analyse bis zur Interpretation?
Ziel ist es, ein integratives Rahmenkonzept für Intersektionalität in der qualitativen Forschung zu entwickeln und praktische Wege für dessen Umsetzung zu diskutieren – sowohl im Forschungsprozess selbst als auch bei der Umsetzung und Verbreitung der Ergebnisse. Ausgangspunkt des ersten Treffens soll der Austausch über Erfahrungen, vorhandene Ressourcen, Good Practices sowie konkrete Tipps sein.
Bitte beachten, dass parallel eine zweite Arbeitsgruppe zum Thema „Intersektionalität“ mit Schwerpunkt auf quantitativen Methoden arbeitet.
Gruppe Bildung
Wie können geschlechts- und gendersensible Inhalte in Bildungsrahmen für Gesundheit und Medizin integriert und im föderalen Bildungssystem umgesetzt werden?
Diskutiert werden konzeptionelle und didaktische Ansätze zur Integration von Geschlecht in Gesundheitsbildungsprogramme. Grundlage bilden aktuelle Literatur, bestehende Debatten und Erfahrungen aus Forschung und Praxis. Ziel ist ein gemeinsamer Orientierungsrahmen für Curricula, Zielgruppen, Lehrmethoden sowie Materialien für Ausbildung und Wissenstransfer.
Gruppe Sprache
Wie können sprach- und kultursensible Leitlinien zu Geschlecht und Vielfalt für die mehrsprachige Schweiz entwickelt werden?
In Übersetzungs- und Adaptationsprozessen zeigt sich, dass zentrale Begriffe und Konzepte in den Schweizer Sprachen unterschiedlich definiert und kulturell kontextualisiert sind. Ein gemeinsam entwickelter Best-Practice-Leitfaden in allen Landessprachen könnte Forschenden Orientierung bieten, Kommunikation verbessern und respektvolle sowie sichere Interaktionen mit vielfältigen Bevölkerungsgruppen erleichtern.
Gruppe Einbindung
«Wie können bisher wenig sensibilisierte Schlüsselakteur:innen für Geschlechteraspekte in Medizin und Public Health erreicht und einbezogen werden?»
Um eine breitere Beteiligung zu ermöglichen, braucht es ein besseres Verständnis der Barrieren und fördernden Faktoren, die das Interesse von Fachpersonen und anderen Akteur:innen beeinflussen. Darauf aufbauend können gezielte Kommunikations- und Umsetzungsstrategien entwickelt werden, die Wissen, Haltung und Praxis im Umgang mit Geschlechteraspekten nachhaltig stärken.
Gruppe Intersektionalität – quantitative Methoden
Wie lassen sich quantitative Methoden in intersektionalen Studien am besten nutzen?
Beim ersten Peer-to-Peer-Austausch im Mai 2026 kam in der Arbeitsgruppe „Intersektionalität – qualitative Methoden“ eine Diskussion über quantitative Forschung auf. Ziel dieser neuen Arbeitsgruppe ist es, die zugrunde liegenden Überlegungen für den Einsatz geeigneter Methoden für quantitative intersektionale Studien zu dokumentieren und die Einrichtung einer entsprechenden nationalen Datenbank zu prüfen.
Bitte beachten, dass die Arbeitsgruppe „Intersektionalität“ mit Schwerpunkt auf qualitativer Forschung ihre Diskussion parallel dazu fortsetzen wird.
Gruppe Datenzugriff
Wie kann der Zugang zu relevanten, bereits vorhandenen Daten (für Forschungszwecke) gewährleistet werden?
Ziel ist es, den Wert relevanter, bereits vorhandener Daten – beispielsweise von Swissmedic, Ethikkommissionen oder Versicherungen – hervorzuheben und ein schlüssiges Argumentarium dafür zu entwickeln, solche Daten für Forschende zugänglich zu machen. Dieses Argumentarium soll die Forderungen nach geeigneten Datenregelungen stärken, die kritische Forschung ermöglichen und dazu beitragen, das volle Potenzial dieser Daten auszuschöpfen.
Gruppe Inter- und Transdisziplinarität
Wie können inter- und transdisziplinäre Projekte ihre Forschungsaktivitäten so miteinander verknüpfen, dass sie eine gemeinsame Sprache und Herangehensweise finden?
Ziel ist es, einen intensiven Austausch darüber zu führen, wie Forscher:innen mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund (und möglicherweise auch Praxispartner:innen bzw. Forschungspartner:innen) Wege finden können, produktiv zusammenzuarbeiten. Viele inter- und transdisziplinäre Projekte stehen vor der Herausforderung, eine gemeinsame Sprache und Methoden zu entwickeln, die disziplinäre und akademische Grenzen überschreiten. Diese Arbeitsgruppe möchte diesem entscheidenden Prozess Zeit und Raum widmen.
Mitdiskutieren und Mitwirken
Gerne nehmen wir Ihr Interesse entgegen, ihre Perspektive auf die eine oder andere Fragestellung einzubringen und gemeinsam mit der CoP-Arbeitsgruppe Lösungen zu entwickeln.
Möchten Sie über bevorstehende Veranstaltungen informiert werden, eine eigene Arbeitsgruppe zu einem bestimmten Thema gründen oder sich in der Kerngruppe engagieren, um bei der Organisation von Veranstaltungen mitzuhelfen? Dann melden Sie sich gerne bei uns:
Bitte geben Sie uns Ihre Funktion, Organisation sowie Ihr Interesse an.