Erster Peer-to-Peer Exchange der Community of Practice Gendermedizin und -gesundheit

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Am 28. Mai 2026 fand der erste Online-Workshop der Community of Practice mit rund 60 Teilnehmenden statt. Forschende aus NFP 83-Projekten sowie weitere Interessierte aus Forschung, Praxis, Lehre und Politik waren eingeladen.

Beim ersten Peer-to-Peer Exchange der Community of Practice (CoP) Gendermedizin und -gesundheit diskutierten die Teilnehmenden vier Fragestellungen in Arbeitsgruppen. Die Fragestellungen haben die NFP 83-Forschungsteams am Kick-off-Anlass des Forschungsprogramms im Oktober 2025 gemeinsam identifiziert und sich so zu vier Arbeitsgruppen zu den Themen Intersektionalität, Bildung, Sprache und Einbindung formiert.

Die Fragestellungen

  • Arbeitsgruppe Intersektionalität: «Wie kann Intersektionalität systematisch in qualitative Forschungsdesigns integriert werden – von der Rekrutierung über die Analyse bis zur Interpretation?»

  • Arbeitsgruppe Bildung: «Wie können geschlechts- und gendersensible Inhalte in Bildungsrahmen für Gesundheit und Medizin integriert und im föderalen Bildungssystem umgesetzt werden?»

  • Arbeitsgruppe Sprache: «Wie können sprach- und kultursensible Leitlinien zu Geschlecht und Vielfalt für die mehrsprachige Schweiz entwickelt werden?»

  • Arbeitsgruppe Einbindung: «Wie können bisher wenig sensibilisierte Schlüsselakteur:innen für Geschlechteraspekte in Medizin und Public Health erreicht und einbezogen werden?»

Worüber sprechen wir, was wollen wir und wie gehen wir vor?

Im Zentrum des Austauschs aller vier Arbeitsgruppen stand zunächst die Frage: Worüber sprechen wir eigentlich – und wie gehen wir das Thema an? In zwei Diskussionsrunden tauschten die Teilnehmenden Konzepte, Ressourcen, wissenschaftliche Grundlagen und eigene Erfahrungen aus, analysierten die akutelle Situation und und identifizierten zentrale Herausforderungen.

Darauf aufbauend erarbeiteten die Arbeitsgruppen mögliche Lösungsansätze, um das Gesundheitswesen geschlechts- und genderinklusiver zu gestalten – und skizzierten, wie sie auf diesem Weg gemeinsam weiter vorgehen wollen.

Eine Plattform für direkten Austausch

Mit der CoP möchten wir eine lebendige, kollaborative Plattform für Austausch und gemeinsames Lernen schaffen – für unsere Forschenden und alle, die sich für Gendermedizin und -gesundheit engagieren und deren Weiterentwicklung mitgestalten möchten.

Indem die CoP Perspektiven aus Forschung, Praxis, Lehre und Politik zusammenbringt, soll sie dazu beitragen, bestehende Lücken zu identifizieren und mit neuen Ansätzen und Konzepten zu schliessen.

Die CoP steht insbesondere Forschenden, Gesundheitsfachpersonen, Akteur:innen aus Bildungsinstitutionen und Berufsverbänden, Patient:innen und Entscheidungsträger:innen offen, die sich für die Auswirkungen der Dimensionen Geschlecht und Gender auf die Gesundheit interessieren und einen Beitrag leisten möchten, konkrete Lösungen zu entwickeln.

Nächstes Treffen der Community of Practice

Die Community of Practice wird auch künftig regelmässig Workshops durchführen. Ein nächster – physischer – Austausch findet am 14. September 2026 im Rahmen des Annual Meetings in Biel statt.

Die vier Arbeitsgruppen werden ihre jeweiligen Fragestellungen beim nächsten Austausch weiter bearbeiten. Weitere Informationen folgen mit der Einladung.

Wenn Sie sich an einer konkreten Fragestellung beteiligen möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Eine Teilnahme prüfen wir je nach Thema und Gruppenzusammensetzung und achten dabei auf eine ausgewogene Vertretung verschiedener Perspektiven. Weitere Informationen zum Peer-to-Peer Exchange sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme finden Sie auf unserer Website.