Zusammenarbeit im NFP 83 und darüber hinaus

Anual Meeting
© Kathrin Schulthess
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Das zweite Annual Meeting des NFP 83 Gendermedizin und -gesundheit stellte die Zusammenarbeit innerhalb des Programms und darüber hinaus in den Fokus und warf einen Blick auf das politische System der Schweiz.

Nach dem Treffen der Community of Practice (CoP) am Morgen, war der Nachmittag des Annual Meetings 2026 der internen Zusammenarbeit gewidmet.

Einblick in die Forschung zu Gendermedizin und -gesundheit

Die 19 geförderten Projekte präsentierten mittels Postern erste Forschungsergebnisse, ihre grössten Herausforderungen und Erfolgserlebnisse im Forschungsprozess sowie Möglichkeiten für die Zusammenarbeit innerhalb des Programms.

Von der Forschung in die Politik – Lancierung des Pairing Scheme

Wie kann die Forschung politische Entscheidungen beeinflussen? Diese Frage beschäftigte die Projekte im zweiten Teil des Annual Meetings und knüpfte damit an die Keynote von Nationalrätin Laurence Fehlmann Rielle vom Vormittag an, die das Postulat «Gesundheit der Frauen. Bessere Berücksichtigung ihrer Eigenheiten» diskutierte.

Am Nachmittag führte Sibylle Sutter, Leiterin Wissensaustausch, mit einem Input in das politische System der Schweiz ein und zeigte Ansatzpunkte zur Förderung einer evidenzbasierten Politik auf. Danach diskutierten die Grantees, wie sie wissenschaftliche Erkenntnisse Entscheidungsträger:innen auf unterschiedlichen Ebenen von Politik und Verwaltung vermitteln können.

Zum Abschluss des Tages lancierte das NFP 83 das Pairing Scheme – ein Format, das ursprünglich aus Grossbritannien stammt und vom NFP 80 Covid-19 in der Gesellschaft erstmals in die Schweiz gebracht wurde. Das Konzept zielt darauf ab, Forschende in 1:1-Gesprächen mit Politiker:innen sowie Vertreter:innen der Verwaltung auf nationaler und kantonaler Ebene zusammenzubringen.

Ziel ist es, dass beide Seiten die jeweils andere Lebenswelt besser kennenlernen – die Forschenden erhalten Einblick in die politische und administrative Praxis, während Politik und Verwaltung direkten Zugang zu aktuellem Forschungswissen erhalten. Durch diesen persönlichen Austausch sollen gegenseitiges Verständnis und Vertrauen zwischen Wissenschaft und Politik wachsen.

Damit knüpft das NFP 83 an ein bewährtes Format an, das sich seit seiner Schweizer Premiere im NFP 80 als wertvolle Brücke zwischen Forschung und Politik etabliert hat.