Einblick in Arbeitsgruppe: Die Herausforderung eines gemeinsamen Sprachleitfadens

Annual Meeting
© Kathrin Schulthess
Lesezeit: 2 Min.

Wie entsteht sprachlicher Konsens für die mehrsprachige Schweiz? Eine CoP-Arbeitsgruppe zeigt, wie sie sich über Ziele und Zielgruppe verständigte und nun konsensual an einem Glossar oder Leitfaden arbeitet.

Einblick in die Arbeitsgruppe: Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Sprachleitfaden

Wie lassen sich sprach- und kultursensible Leitlinien zu Geschlecht und Vielfalt für die mehrsprachige Schweiz entwickeln, die Forschende dabei unterstützen, präzise und respektvoll zu kommunizieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe der Community of Practice (CoP) seit dem ersten Peer-to-Peer Exchange. Ihr Weg zeigt exemplarisch, wie in den Arbeitsgruppen der CoP gearbeitet wird.

Erst die Verständigung, dann der Inhalt

Schon beim ersten Austausch wurde deutlich, dass vor der inhaltlichen Arbeit zunächst die Ziele und Zielgruppe eines solchen Leitfadens geklärt werden mussten. Die Erwartungen der Teilnehmenden gingen hier zunächst auseinander, so dass ein Konsens gefunden werden musste. Um die Arbeit voranzubringen, wurden ein bestehendes Glossar und ein Leitfaden als Diskussionsgrundlage herangezogen. Die Gruppe einigte sich zudem darauf, die Forschungsteams zu den von ihnen verwendeten Frameworks und den Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, zu befragen.

Zweite Runde: Konkrete Begriffe, offene Fragen

Beim zweiten Austausch stand die Frage im Zentrum, ob die beiden vorgeschlagenen Produkte die identifizierten Hürden bereits adressieren – oder wie man sie kombinieren, verfeinern oder anpassen müsste, um dies zu erreichen. Dabei diskutierte die Gruppe auch einzelne Begriffe, die sich als besonders herausfordernd oder heikel erwiesen.

Die Arbeit in einer Gruppe, in der alle gleichberechtigt mitwirken, bringt eine eigene Schwierigkeit mit sich: Viele Fragen lassen sich nur im Konsens klären. Die Gruppe bleibt dennoch motiviert – ein gemeinsamer Sprachleitfaden wäre nicht nur für die Forschung ein wertvolles Instrument, sondern könnte auch Kliniker:innen eine praktische Grundlage für ihre tägliche Arbeit bieten.

Möchten Sie mitwirken? Die Arbeitsgruppe freut sich über weitere Personen, die ihre Perspektive und Expertise einbringen möchten. Bei Interesse melden Sie sich unter
.